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Armenien

     
   
     
     
  Zwischen Orient und Okzident...

Kennen Sie schon Armenien?

Ein Land zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer, zwischen Europa und Asien, besiedelt seit der Steinzeit, im Fadenkreuz wirtschaftlicher und politischer Interessen unterschiedlichster Völker – das ist Armenien. Armenien nimmt im Jahre 301 das Christentum als Staatsreligion an und ist damit das älteste christliche Land der Welt.

"Wir sind nur eine Handvoll, doch man nennt uns Armenier" Parujr Sewak (armenischer Schriftsteller)

Ein von seiner leidvollen Geschichte hart geprüftes Volk darf heute wieder einer besseren Zukunft entgegensehen. Die Armenier sind stolz auf ihr Land und ihr kulturelles Erbe. Sie sind ein gastfreundliches Volk, das – wie ein Sprichwort besagt – im Herzen trägt, was es nicht in der Tasche hat.

Eine faszinierende dreitausendjährige Kultur, eine harmonische Mischung aus Christentum und orientalischen Traditionen. Mit seiner Sprache und im Besitz eines eigenen Alphabets hat das armenische Volk im Laufe der Geschichte seine kulturelle Identität in unverbrüchlicher Treue zu den christlichen Ursprüngen ausbilden können. Die Sakralbauten des Landes, diese architektonischen Meisterwerke, oder die farbenprächtigen illuminierten Handschriften legen ein beredtes Zeugnis für die christliche Durchformung von Land und Leuten ab.

"Hajastan" nennen die Armenier ihr Land. Das reimt sich auf "Karastan": Armenien - das Steinland...



Eine Gebirgslandschaft, deren Territorium (insgesamt 29'800 km2) sich zu 90% über 1000m über dem Meeresspiegel befindet. Der höchste Gipfel des Landes gehört zum Aragatz-Gebirge (4'095m.ü.M.). Die armenische Landschaft spiegelt sich in schönen Bergseen, von denen der größte, der Sevan-See, auf etwa 2000m über dem Meeresspiegel liegt.

Ein harsches Kontinentalklima mit kalten Wintern und heißen Sommern. Die günstigste Jahreszeit für eine Entdeckung des Landes ist der sprichwörtliche goldene Herbst. Die niedrigen Niederschlagsmengen erfordern in landwirtschaftlich genutzten Berggebieten eine künstliche Bewässerung. Das armenische Hochland zeichnet sich durch eine mannigfaltige Flora und Fauna aus. Dieser Reichtum ist auf die geographische Lage und die Zerklüftung des Reliefs zurückzuführen.

Eine mehrtausendjährige Geschichte mit vier aufeinanderfolgenden armenischen Königreichen, die immer unter dem Einfluss der mächtigen Nachbarn standen. Seit dem 14. Jahrhundert ohne eigene Staatsstruktur, wurde Armenien zwischen dem Osmanischen und dem Persischen Reich aufgeteilt, konnte aber trotz der Wechselfälle der Geschichte die Identität seines Volkes bewahren: seine Sprache, seine Religion und sein nationales Bewusstsein.

Die ersten Massaker in großem Maßstab, die von den Osmanen zwischen 1894 und 1896 organisiert wurden und im Genozid von 1915 gipfeln sollten, hatten zur fast vollständigen Ausrottung der Armenier im größten Teil ihres historischen Siedlungsraums geführt. Die Überlebenden, zerstreut in alle vier Himmelsrichtungen, wurden in Folge dieser Ereignisse zu einer der größten Diasporen der Welt.

Nach dem Untergang der ersten Republik von 1918 – 1920 wird in Ostarmenien das sowjetische Armenien als Teilrepublik der UdSSR gegründet.

Mit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wird Armenien unabhängig. Eine wirtschaftlich und politisch schwierige Umbruchszeit beginnt. Trotzdem oder gerade deswegen sind Armenier aus der ganzen Welt entschlossen, den jungen Staat auf seinem Weg zu einer friedlichen und prosperierenden Zukunft zu unterstützen.
 
     








 
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